„Auf dem Weg nach Ostern“ - Etappe 21: Karfreitag - WARUM?

Auf dem Weg nach Ostern
 
02. April 2021 – Karfreitag - WARUM ?
Pastor Hans-Jürgen Hoeppke

Bibeltexte zum Nachschlagen:
Psalm 22 – Jesu Gebet am Kreuz
Römer 8,35-39 – Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen
1 Petrus 2,23-24 – Christus trägt unsere Sünden


„Warum?“

Stell dir vor, du siehst Jesus am Kreuz hängen. Er kann nur atmen, indem Er sich an den Nägeln in seinen Handgelenken und Knöcheln hochzieht.
Am Ende nimmt er noch einmal alle Kraft zusammend, die ihm bleibt. Er richtet sich kurz auf und schreit: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“

Wenn wir ehrlich mit uns selbst sind, hatten wir sicher alle schon Momente, in denen wir Gott gefragt haben, „Wo bist Du in dieser Sache? Warum hast Du mich verlassen?“ Wenn wir ehrlich sind, quält uns eine Frage seit mehr als einem Jahr. Es ist DIE Frage inmitten der Pandemie: „Gott, warum all dies?“
Warum die Ausgangssperren, die ausgebremste Wirtschaft? Und schlimmer noch: Warum das hundertausendfache einsame Sterben, das Dahinröcheln, die verzweifelten Todeskämpfe? Warum? Wie würden wir reagieren, wenn wir uns in einer Situation befinden, in der wir uns allein, ängstlich, oder verlassen fühlen?

Die Worte, die Jesus am Kreuz sprach, sind eigentlich aus Psalm 22 – eine prophetische Klage, die König David geschrieben hat. In vielerlei Hinsicht spricht dieser Psalm von Jesus, aber er zeigt uns auch drei Handlungsschritte, denen wir gehen können, wenn wir uns alleine fühlen:

1. Sprich ehrlich mit Gott darüber, was du fühlst.
Beziehungen beginnen damit, aufrichtig zu sein. Wenn du dich von Gott verlassen fühlst, sag Ihm das. Stelle Gott deine Fragen, erwarte von Herzen Seine Antworten.

2. Gib Gott trotzdem alle Ehre.
Unsere Gefühle ändern nichts an der Tatsache, dass Gott es wert ist, gelobt zu werden. Tatsache ist, dass wir oft durch Anbetung die Lösung für unsere Sorgen finden. Wenn wir darauf schauen, wer Gott ist, verändert sich mit der Zeit unsere Perspektive – sogar wenn unsere Situation gleich bleibt.

3. Erinnere Gott an seine Versprechen.
Durch den ganzen Psalm 22 hindurch wiederholt David grundsätzlich vor Gott: „Ich weiß wer Du bist. Und weil du immer der Gleiche bist, befreie mich, wie Du Dein Volk vor mir befreit hast.“ Gott an Seine Versprechen zu erinnern ist nicht nur ein Akt des Glaubens, sondern hilft auch, sich auf Gottes Treue zu besinnen.

Schließlich wurde Gottes Treue im gekreuzigten Jesus verkörpert. Jesus litt bereitwillig allein am Kreuz, damit wir ewige Gemeinschaft mit Gott erleben können. Jesus ist die prophetische Erfüllung des Psalm 22. Und weil ER die Trennung von Gott ertrug, müssen wir das nie.
Denke einen Moment lang über Jesu einzigartiges Opfer für dich nach.

Gebet: Jesus, danke dass du mich gerettet hast. Weil Du bereitwillig diese Trennung vom Vater im Himmel ertragen hast, muss ich das nie. Hilf mir heute, innezuhalten und über das Ausmaß Deines Opfers nachzudenken und Dir die Ehre zu erweisen, die Du zu Recht verdienst. Egal was ich dabei fühle. Heute entschließe ich mich, dich zu loben. Amen. 

 


 

Wie immer:
Falls Sie/Ihr ein Gespräch mit Pastor Hoeppke sucht, sendet einfach eine E-mail an die bekannten Kontaktdaten: pastor@ev-kirche-peru.org
 
Ich wünsche Euch/Ihnen eine gute, gesegnete und gesunde Woche,
Euer/Ihr Hans-Jürgen Hoeppke