Zur sechsten Osterwoche 17.05. bis 24.05.2020

Liebe Gemeinde,

im Namen des Vorstandes möchte ich Sie/ Euch wieder über den letzten Stand der Gesundheit unseres Pfarrers unterrichten, sowie über die Pläne für die kommenden Wochen informieren.
Am Montag, den 4. Mai hat der Vorstand der IELP das erste Mal in seiner Geschichte per Videokonferenz getagt, das war am Anfang ganz lustig, weil sich jeder erstmal mit dem System vertraut machen musste, da entweder der Ton oder das Bild weg war oder unsere Gesichter erstarrt auf dem Bildschirm erschienen. Aber in den zwei Stunden hat es dann geklappt und wir konnten uns austauschen.
Ich habe am Freitag spät abends um die 45 Minuten mit unserem Pastor Hans-Jürgen Hoeppke sprechen können. An diesem Freitag wurde seine Schwiegermutter beerdigt, es gab viele behördliche Hürden zu nehmen und hat viel Geduld und Nerven gekostet, bis man die Genehmigung erhalten hatte, sich mit Familie in einer Zeremonie verabschieden zu können. Ab dieser Woche hofft er, dass das Leben wieder seinen normalen Verlauf nimmt, besonders für seine Frau Moni.
Gesundheitlich geht es ihm sehr viel besser, er hat mir diesmal nichts Negatives über seine Situation erzählt. Er ist allerdings immer noch krankgeschrieben.
Das Gespräch habe ich auch benutzt, um Hans-Jürgen über unsere erste Videokonferenz zu berichten, über unsere aktuelle Situation und über unsere Zukunftssorgen.
Hans-Jürgen hat mir dazu bestätigt, dass e r und Monika auf jeden Fall nach Lima zurückkehren werden und wollen, sobald die Ärzte ihn wieder gesundschreiben, und sobald die deutsche Regierung, die EKD und die peruanische Regierung die Reisebeschränkungen wieder aufheben.
Bezüglich seiner sonntäglichen Hirtenbriefe hat mir Hans-Jürgen zugesagt, dass er weiterhin auf diesem Weg den Kontakt zur Ihnen/ Euch pflegen wird, und für den Sonntag in zwei Wochen vielleicht schon eine Videobotschaft zu Pfingsten vorbereiten wird. Dazu muss er noch einiges an equipos besorgen, aber das wird er lösen. Für später will er auch Video-Gotttesdienste vorbereiten und per Video der Gemeinde bei anderen Gelegenheiten zur Verfügung stehen.
Soviel zu dem Telefonat mit unserem Pastor.

Mit Padre Peter Seibt von unserer katholischen Schwestergemeinde San José konnte ich ebenfalls vorige Woche telefonieren. Er hat sich über die guten Nachrichten von Hans-Jürgen gefreut und sich bereit erklärt, auch für Sie/Euch seine Botschaften zu vermitteln, die er an seine Gemeinde richtet.
Nachstehend sein erster Gruß, ich bin sicher, seine Worte werden auch von Ihnen/ von Euch gerne gelesen werden.

Ein herzlicher Gruß an Sie/ Euch alle, 
bleiben Sie/ bleibt gesund,

Ihr/ Euer

Reinhart Hönsch.

   

 

Zur sechsten Osterwoche 17.05. bis 24.05.2020

Liebe Leserinnen und Leser der evangelischen Gemeinde in Lima,
ganz herzlich grüße ich Sie von der kath. Geschwistergemeinde San Jose aus und hoffe, dass es ihnen gut geht!?
Am vergangenen Sonntag wurde in der kath. Liturgie aus den Abschiedsreden Jesu vorgelesen. Konkret geht es um Kapitel 14, die Verse 15 bis 21. Johannes überliefert uns quasi die Worte, die Jesus den Jüngern im Abendmahlsaal mitgegeben hat. Er weiß, dass er bald verhaftet wird und dass die Autoritäten in töten werden. Jesus weiß aber auch, dass ihn der Vater nicht im Stick lassen wird. Der Vater wird ihn auferwecken und wird seinen Sohn wieder zu sich holen. Deswegen verspricht Jesus seinen Jüngern, dass er sie nicht als Waisen zurücklassen wird. Er lässt sie nicht allein. Er sagt ihnen vielmehr: „Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.“ Der Heilige Geist ist die Kraft, die uns zu allererst deutlich macht, dass wir Kinder Gottes sind. Das ist die erste Frucht seines Wirkens in uns. Deswegen sagt auch Jesus weiter: „Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch.“ Der Heilige Geist möchte uns das innerliche Gespür geben, dass wir keine Angst haben müssen. Wir in sind in Jesus (geborgen), weil er mit seinem Geist in uns ist. Gerade in dieser schwierigen Zeit bestimmt auch eine frohmachende Botschaft. (Einheitsübersetzung 2016)
Bald feiern wir Pfingsten. In den dt.- sprachigen Ländern feiert man in dieser Woche am Donnerstag das Fest Christi- Himmel- Fahrt, das in Peru auf den Sonntag drauf verschoben ist. Und da gibt es in der kath. Kirche die alte Tradition in den neun Tagen zwischen Himmelfahrt und Pfingsten die Pfingstnovene zu beten. Das ist ein neuntägiges Gebet, wo nochmals besonders um das Kommen des Heiligen Geistes in die Herzen der Christgläubigen unserer Zeit gebetet wird. Vielleicht könnten wir in diesem Jahr dieses Gebet uns zu eigen machen und in diesen Tagen besonders um den Heiligen Geist bitten, dass er alle Menschen mit seiner heilmachenden Kraft durchdringe, dass wir durch ihn Stärkung und Heilung erfahren, in dieser so unheilen Zeit. Mein Vorschlag wäre, dass wir in unserer je eigenen Tradition um diesen Geist beten, sei es mit einem Lied oder mit einem Gebet um den Hl. Geist.

Gottes Segen für sie alle. Es grüßt sie nochmals herzlich. Bleiben sie gesund!
Peter Seibt, Pfarrer San Jose Miraflores.