„Auf dem Weg nach Ostern“ - Etappe 20: Der vierte Becher

Auf dem Weg nach Ostern
 
1. April 2021 – DER VIERTE BECHER
Pastor Hans-Jürgen Hoeppke

 

Gott sprach zu Mose:
6 Darum sage den Israeliten: »Ich bin der HERR und will euch wegführen von den Lasten, die euch die Ägypter auflegen, und will euch erretten von ihrem Frondienst und will euch erlösen mit ausgerecktem Arm und durch große Gerichte;
7 ich will euch annehmen zu meinem Volk und will euer Gott sein, dass ihr's erfahren sollt, dass ich der HERR bin, euer Gott, der euch wegführt von den Lasten, die euch die Ägypter auflegen.« - 2 Mose 6,6-7

Jesus spricht:
29 »Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon trinken werde mit euch in meines Vaters Reich.« - Matthäus 26,29

 

Passa in Jerusalem. Zum dritten Mal schon feierte Jesus es zusammen mit seinen Jünger. Drei Jahren waren sie gemeinsam unterwegs und in jedem Jahr wieder in Jerusalem zum Passafest.

Der Ablauf des Passamahles war genau vorgeschrieben und aufgeschrieben in der Überlieferung des Mose. Im Kern ging es um das Gedenken der Befreiung des Volkes Israel durch Gott. Er befreite und erlöste sein Volk. Doch an jenem Abend, als Jesus mit seinen Freunden ein letztes Mal das Passamahl feiert, ist alles anders.

Die Passafeier konzentriert sich auf vier Weinbecher, aus denen getrunken wurde. Jeder Becher stand für einen Teil des Erlösungsversprechen aus dem 2. Buch Mose. Doch die Becher, gefüllt mit Wein, diese alte und bekannte Tradition, mit der jeder Jude aufgewachsen war, bekamen plötzlicheinen ganz neuen und persönlichen Bezug. Sie standen nicht mehr allein für die gehaltenen Versprechen Gottes, sondern für Jesus selbst.

Der erste Becher:
Er stand für Gottes Zusage: „Ich bringe euch hier raus“. Gott, der Vater, hatte Israel aus Ägypten herausgeführt. (2 Mose 6,6a) So wie Gott Israel aus Ägypten geführt hatte, würde Jesus, Sein Sohn, nun all Seine Kinder aus der Sünde führen. (Lukas 19,10)

Der zweite Becher:
Er symbolisierte Gottes Zusage: „Ich befreie euch aus der Gefangenschaft“. Israel wurde frei von der Sklaverei in Ägypten. (2 Mose 6,6b) Jesus, der große Befreier, hat uns aus der Sklaverei der Sünde befreit. (Johannes 6,34-36)

Der dritte Becher:
Das dritte Versprechen lautete: "Ich werde euch erlösen". (2 Mose 6,6b) Gott erlöste Israel zu einem Leben im Gelobten Land. Und wir? Uns hat Jesus mit seinem Tod die Erlösung zu einem neuen und überfließenden Leben erkauft! (2 Kor 5,17)

Der vierte Becher:
Der vierte Becher symbolisierte das Versprechen „Ihr werdet mein Volk sein und ich werde euer Gott sein.“ (2 Mose 6,7a).
Jesus sagte, Er würde aus diesem Becher erst wieder trinken, wenn wir alle gemeinsam in Gotten Reich feiern. (Matthäus 26,39).

Dort wird es ein Wiedersehensfest mit allen geben, die zu Jesus gehören. Gehörst Du dazu? Wenn Jesus dein Herr und Erlöser ist, dann gilt das auch für dich!

Jesus wird dieses Fest vielleicht so beginnen: Zunächst sagt er zu dir: Willkommen daheim! Du wirst Petrus sehen, Jakobus, die Frau mit dem Alabastergefäß kennen lernen, Lazarus... und viele bekannte Gesichter aus Deinem Leben. Doch das Beste ist: Du wirst dort sein!

Bei diesem großen Wiedersehen wird es keine Sünde und kein Leid geben. Kein Corona, kein Krebs, keine Schlaganfälle, keine Rückenbeschwerden oder Migräneanfälle. Und du wirst dort sein!

Wenn dann alle zusammen sind, wird Jesus den vierten Becher nehmen - den einen, den Er in jener Nacht nicht austrank. Im Beisein des Vaters wird Er ihn hochhalten. Und Jubelrufe werden durch die Weiten des Himmels hallen. Alle werden in einen wunderbaren Lobgesang einstimmen: „Würdig, das Lamm, das geopfert ist!“ (Offenbarung des Johannes 5,12). Nur noch Jesus gebührt Lob und Ehre.

Der vierte Becher. Ein Becher auf die Zukunft. Und auf was für eine!

Gebet:
Herr, ich danke Dir. Du bist meine Zukunft, weil Du mich erlöst hast. Hilf mir, heute mit Dir zu leben und schenke mir die Freude auf die endgültige Gemeinschaft mit Dir. Amen.

Zum Nachdenken:
Was bedeutet es für mich, dass Jesus zum Passalamm wurde? Ist das ein verrückter Gedanke für mich oder mehr?

 


 

Wie immer:
Falls Sie/Ihr ein Gespräch mit Pastor Hoeppke sucht, sendet einfach eine E-mail an die bekannten Kontaktdaten: pastor@ev-kirche-peru.org
 
Ich wünsche Euch/Ihnen eine gute, gesegnete und gesunde Woche,
Euer/Ihr Hans-Jürgen Hoeppke