„Auf dem Weg nach Ostern“ - Etappe 6: Überzeugend sein

Auf dem Weg nach Ostern
 
16. März 2021 – ÜBERZEUGEND SEIN
Pastor Hans-Jürgen Hoeppke


7 Warte still und geduldig darauf, dass der HERR eingreift! Entrüste dich nicht, wenn Menschen böse Pläne schmieden und sie dabei auch noch Erfolg haben! 8 Lass dich nicht von Zorn und Wut überwältigen, denn wenn du dich ereiferst, gerätst du schnell ins Unrecht. 11 Doch die auf Frieden bedacht sind, werden das Land besitzen und jubeln über ihr vollkommenes Glück. – Psalm 37,7-8.11
 

 Wie viel Glaube, Liebe und Hoffnung steckt in uns, wenn wir versuchen, jemand anderen zu überzeugen? Es ist aber nicht unsere Sache, andere Menschen zu überzeugen. Dies wäre lediglich die beharrliche Art eines intellektuellen, ungeistlichen Lebens.
Sollen wir also von Jesus schweigen? Sollen wir unseren Glauben nicht mehr weitersagen?
Ganz im Gegenteil: Wir sollen es. Doch es ist viel einfacher und unverkrampfter als wir denken. Es geht nicht darum, den Glauben zu verteidigen. Es geht darum, das Evangelium die gute Botschaft, zu überbringen. Unser Verständnis von Mission soll einfach sein: wir sind schlicht die Überbringer von Gottes Wort; doch das von ganzem Herzen.
 
Das Überzeugen aber gehört nicht uns. Das Überzeugen ist Sache des Heilige Geistes. Wir nehmen das Wort Gottes und versuchen, es mit unseren Ansichten in Deckung zu bringen. Ob wir damit richtig liegen, erkennen wir sehr leicht daran, ob wir dabei innerlich gelassen sind und ob diese Gelassenheit, diese Ruhe, von Jesus kommt und Sein Friede uns erfüllt. 

Gelassen sein, also loslassen zu können und sozusagen "In Jesus zu ruhen", ist dabei das Ziel unseres inneren Handelns. Unter „Ruhen" verstehen wir normalerweise, mit verschränkten Armen dazusitzen und nichts zu tun: Gott wird es schon machen.
Doch das „Ruhen in Jesus“ bedeutet in Wirklichkeit, so sehr in der Verbindung mit Gott zu bleiben, dass wir frei sind. Frei, um unsere aktive Arbeit ohne großes Tamtam zu verrichten und einfach Seine Botschaft überbringen. Das Überzeugen überlassen wir dann dem Heiligen Geist.
Das führt uns in geniale Gelassenheit und macht uns zu überzeugenden Überbringern. Wir werden erfahren: Die Zeiten, in denen Gott am wundervollsten wirkt, sind die Zeiten, in denen wir nicht damit rechnen.

Gebet:
Herr, schenke mir heute mehr Gelassenheit. Hilf mir vor allem, mich selbst loszulassen und bei Dir Ruhe zu finden. Amen.

Zum Nachdenken:
Wieviel meiner Unzufriedenheit kommt daher, dass ich versuche, eher zu meinen Bedingungen, als zu Gottes Bedingungen zu leben und zu arbeiten?
 



Wie immer:
Falls Sie/Ihr ein Gespräch mit Pastor Hoeppke sucht, sendet einfach eine E-mail an die bekannten Kontaktdaten: pastor@ev-kirche-peru.org
 
Ich wünsche Euch/Ihnen eine gute, gesegnete und gesunde Woche,
Euer/Ihr Hans-Jürgen Hoeppke