Zum 17. Sonntag im Jahreskreis 26.07.2020

Liebe Gemeinde, liebe Freunde !
 
Meditation von Padre Peter Seibt von unserer kath-Schwestergemeinde San Jose, z
um 17. Sonntag im Jahreskreis 26.07.2020



Liebe Leserinnen und Leser,

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Mitlieder der deutschsprachigen katholischen Gemeinde,
in der katholischen Sonntagsliturgie hören wir drei Gleichnisse aus dem Munde Jesu (Mt13, 44- 52). Die beiden ersten sind sehr bekannt. Es sind die Gleichnisse vom Schatz im Acker und der schönen Perle. In beiden Erzählungen finden Menschen etwas ganz Wertvolles. Beide Male verkaufen sie ihr ganzes Habe, allein um den Schatz im Acker oder diese wunderschöne Perle zu erwerben. Sie setzen alles auf eine Karte, nur um diese beiden wertvollen Dinge zu erhalten. Damit möchte Jesus deutlich machen, dass das Reich Gottes etwas so Wertvolles ist, wofür es sich lohnt alles, auf eine Karte zu setzen. Und im Laufe der 2000 jährigen Kirchengeschichte gab es ja auch viele Menschen, die bereit waren für ihren Glauben an Jesus Christus alles auf die eine Karte zu setzen. Die vielen Märtyrer und Glaubenszeugen sind ein beredtes Beispiel dafür. Da Jesu Gleichnisse aber sich nicht nur an die Hörer seiner Zeit richten, sondern auch an uns, die Christen des Jahres 2020, stellt sich die Frage auch an uns: Ist unser Glaube eher nur schmückendes Beiwerk, oder sind wir bereit für ihn alles auf eine Karte zu setzen? Wahrscheinlich sind wir irgendwo dazwischen. Wenn wir uns auf dem Weg sehen, der uns immer mehr entdecken lässt, wie wertvoll uns Glaube an unseren Herr Jesus Christus, dann ist das keine schlechte Voraussetzung, um den Schatz des Reiches Gottes immer mehr für sich zu entdecken.
Das dritte Gleichnis von den Fischern, die ihren Fang sortieren und die schlechten Fische wegwerfen und die guten in Körben sammeln, ist ein Endzeit- Gleichnis. Gott wird mit Hilfe seiner Engel, die Guten von den Bösen scheiden. In dem Gleichnis sehe ich vor allem einen Hinweis, die Unterscheidung, ob jemand wirk-lich gut oder zutiefst schlecht, ist Gott zu überlassen. Er allein kann gerecht über den Menschen entschei-den. Natürlich steckt darin auch die Warnung, nicht alles auf die leichte Schulter zu nehmen und Gott einen guten Mann sein lassen. Wir Menschen werden vor Gott einmal Rechenschaft ablegen müssen. Wir können nicht tun und lassen, was wir wollen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag und alles Gute für die kommende Woche.
Herzliche Grüße          
                                                                  
Peter Seibt, Pfarrer San Jose Miraflores.