„Auf dem Weg nach Ostern“ - Etappe 17: Selfie oder Hosianna?

Auf dem Weg nach Ostern
 
29. März 2021 – SELFIE ODER HOSIANNA?
Pastor Hans-Jürgen Hoeppke


Heute: Johannes 12,12-19 – Text unten


Palmsonntag. Gestern haben wir diesen Tag gefeiert. Er markiert den Beginn der Karwoche. Jesus bricht auf zum letzten großen Schritt auf jeden Menschen zu: zu seinem Weg ans Kreuz.

Palmsonntag. Wenn du damals beim Einzug von Jesus in Jerusalem dabei gewesen wärest, wie hättest du reagiert?
Ich kann mir vorstellen, dass viele ihr Smartphone für ein Selfie hochgehalten hätten während Jesus vorbeiging. Dann hätten sie es unter @JesusChristus und mit dem Hashtag #Hosianna gepostet. Vielleicht hätten wir unsere App ein paar Mal aufgerufen, um zu sehen, wem es gefallen hat, dass wir Jesus gesehen haben. Vielleicht hätte es Jesus selbst gefallen, dass Er auf dem Bild markiert wurde.

In dem medialen Chaos unserer Zeit haben wir die Einfachheit von Jesus verloren. Unsere Kultur trichtert uns ein, wie sehr es in unserem Leben nur um uns geht. Darunter leidet auch unsere Beziehung zu Jesus.

Wir wissen, dass die Begeisterung der Hosianna!-Rufer schon ein paar Tage später abgeebbt, ja verflogen war. Doch eines hatten die Leute damals begriffen. Sie spürten, worum es ging. Es ging allein um Jesus.

„Hosianna“ ist ein Lobruf, ein Jubel. Doch das Wort wurde auch benutzt, um über Heil, Hilfe oder Rettung zu sprechen. Entweder um mit dem „Hosianna!-Ruf“ um Hilfe zu bitten oder um mit „Hosianna!“ dankbar und lobend öffentlich zu machen, dass Heil, Hilfe und Rettung gekommen waren.

Gebet:
Herr, ich bitte dich: Heile meine Selbstsucht. Lehre mich, Dich zu sehen: Hosianna! Hilf mir, Dir heute zu dienen: Hosianna! So kann ich am Ende des Tages dankbar sagen: Hosianna! Amen.

Zum Nachdenken: Wo bin ich wie ein Selfie-Jäger ausschließlich auf mich fixiert? Wo sperre ich Jesus aus meinem Leben aus? Wovon hat Gott mich in der Vergangenheit gerettet, so dass ich dankbar „Hosianna!“ rufen kann? Worum kann ich heute mit dem „Hosianna!“-Ruf bitten?

 

BIBELTEXT ZUM NACHLESEN:
 

Jesus wird als König empfangen 12 Am nächsten Tag verbreitete sich unter der Volksmenge, die zum Passahfest gekommen war, die Nachricht: Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem. 13 Da nahmen die Menschen Palmenzweige, liefen Jesus entgegen und riefen ihm begeistert zu: »Gelobt sei Gott! Gepriesen sei, der in Gottes Auftrag kommt, der König von Israel!« 14 Jesus ließ sich ein Eselfohlen bringen und ritt auf ihm in die Stadt. Damit erfüllte sich das Prophetenwort:15 »Fürchtet euch nicht, ihr Menschen auf dem Berg Zion! Euer König kommt! Er reitet auf einem Eselfohlen.« 16 Doch das verstanden seine Jünger damals noch nicht. Erst nachdem Jesus in Gottes Herrlichkeit zurückgekehrt war, begriffen sie, dass sich mit dem, was hier geschah, die Voraussage der Heiligen Schrift erfüllt hatte. 17 Alle, die dabei gewesen waren, als Jesus Lazarus aus dem Grab gerufen und wieder zum Leben erweckt hatte, hatten es weitererzählt. 18 Deswegen liefen Jesus jetzt auch so viele Menschen entgegen. Sie wollten den Mann sehen, der ein solches Wunder vollbracht hatte. 19 Nur die Pharisäer warfen sich gegenseitig vor: »Nun seht ihr, dass ihr so nichts erreicht! Alle Welt rennt ihm hinterher!« - Johannesevangelium 12,12-19
 


 

Wie immer:
Falls Sie/Ihr ein Gespräch mit Pastor Hoeppke sucht, sendet einfach eine E-mail an die bekannten Kontaktdaten: pastor@ev-kirche-peru.org
 
Ich wünsche Euch/Ihnen eine gute, gesegnete und gesunde Woche,
Euer/Ihr Hans-Jürgen Hoeppke