„Auf dem Weg nach Ostern“ - Etappe 16: Grosszügig werden

Auf dem Weg nach Ostern
 
27. März 2021 – GROSSZÜGIG WERDEN
Pastor Hans-Jürgen Hoeppke

Heute: Johannes 12,1-8 – Text unten

Heute ist der Tag vor Palmsonntag. Morgen, am Palmsonntag, beginnt die Karwoche. Heute schauen wir auf ein Ereignis, dass sich am Abend vor dem Einzug von Jesus in Jerusalem ereignete. Bevor die jubelnde Menge Jesus empfangen wird, sehen wir einen sehr privaten Moment im Leben von Jesus vor uns.
Jesus ist da, wo auch wir uns wohl fühlen würden. Er ist umgeben von Freunden. Sie sprechen miteinander, essen und lachen zusammen und dann passiert eine geradezu prophetische Zeichenhandlung.

Aber eins nach dem anderen. Erinnerst du dich an die Freunde von Jesus? An Lazarus, Marta und Maria? (siehe Bibeltext unten) Wenn nicht, hier ein paar Hinweise: die Schwestern von Lazarus waren nicht gerade glücklich darüber, dass Jesus nicht gleich zu ihnen gekommen war, nachdem Jesus mitgeteilt worden war, das Lazarus krank ist. Jesus wusste, dass Lazarus im Sterben lag. Dennoch kam Jesus zu spät und Lazarus war schon gestorben. Dann trauert Jesus um seinen Freund Lazarus. In Johannes 11,35 heißt es, dass Jesus um ihn weinte. Dann weckt Er Lazarus von den Toten auf!

Marta und Maria wussten sehr genau, was der Tod bedeutete. Doch sie wussten auch um die Auferstehung. Die Schwestern hatten ja gerade erst gesehen, wie ihr Bruder lebendig aus dem Grab kam (Johannes 11,44). Sie sahen, wie das Unmögliche möglich wurde.

Bei jenem Essen am Abend vor Jesu Einzug in Jerusalem im Haus des Lazarus tut Maria etwas Ungewöhnliches.

In Johannes 12,3 steht:
„Da nahm Maria ein Fläschchen mit reinem, kostbarem Nardenöl, goss es über die Füße von Jesus und trocknete sie mit ihrem Haar. Der Duft des Öls erfüllte das ganze Haus.“

Dieses „kostbare Nardenöl“ war kein billiges Parfüm. Es hatte ungefähr den Wert eines Jahresgehaltes.

Wieviel verdienst du in einem Jahr? Stell dir vor, wie es wäre, wenn du heute den gesamten Betrag an Jesus überweisen würdest?

Verrückter Gedanke, oder? Ich kann mir das nicht vorstellen. Ein ganzes Jahresgehalt? Mir fällt es schon schwer, morgens 30 Minuten Zeit mit Jesus und Bibellesen zu verbringen.

Doch genau damit beginnt die Ostergeschichte: Mit einer Frau, die etwas Wertvolles (das „Nardenöl“) verschenkte. Die Ostergeschichte beginnt mit einer Freundin von Jesus, die sich demütigte und Seine Füße mit ihrem Haar wusch.

Maria hatte es begriffen: Jesus verdient unser Alles, unser Bestes. Das machte ihr Herz weit. Ihr Herz wurde großherzig und so konnte sie großzügig sein.

Gebet: Herr, ich staune darüber, wie großherzig die Liebe zu Dir Menschen machen kann. Öffne heute mein Herz für Dich und hilf mir, großzügig zu werden. Amen.

Zum Nachdenken: Warum gebe ich Jesus so oft nur das, was übrig geblieben ist?

BIBELTEXT ZUM NACHLESEN:

Ein Vermögen für Jesus 1 Sechs Tage vor Beginn des Passahfestes kam Jesus wieder nach Betanien, wo er Lazarus von den Toten auferweckt hatte. 2 Jesus zu Ehren hatte man dort ein Festmahl vorbereitet. Marta half beim Bedienen, während Lazarus unter den Gästen war, die mit Jesus aßen. 3 Da nahm Maria ein Fläschchen mit reinem, kostbarem Nardenöl, goss es über die Füße von Jesus und trocknete sie mit ihrem Haar. Der Duft des Öls erfüllte das ganze Haus. 4 Aber einer von seinen Jüngern, Judas Iskariot, der ihn später verriet, meinte entrüstet: 5 »Das Öl hätte man besser für 300 Silberstücke verkauft und das Geld den Armen gegeben.«
6 In Wirklichkeit ging es ihm aber nicht um die Armen, sondern um das Geld. Er verwaltete die gemeinsame Kasse und hatte schon oft etwas für sich selbst daraus genommen. 7 Jesus erwiderte: »Lass sie! Maria hat damit nur die Salbung für mein Begräbnis vorweggenommen. 8 Arme, die eure Hilfe nötig haben, wird es immer geben, ich dagegen bin nicht mehr lange bei euch.« -
Johannesevangelium 12,1-8

 


 

Wie immer:
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Ich wünsche Euch/Ihnen eine gute, gesegnete und gesunde Woche,
Euer/Ihr Hans-Jürgen Hoeppke